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  Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms
am 16. November 2008

Konzert am 16. Norvember 2008

Mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms bestritt der Oratorienchor sein zweites großes Konzert in diesem Jahr.

Das "Deutsche Requiem" ist keine Trauermusik im herkömmlichen Sinn, nicht einmal ein Requiem, das einem Text der lateinischen Totenmesse folgt, wo es um ein Bittgebet um Ruhe, Gnade und Erlösung vom ewigen Tod der Verstorbenen geht. Brahms wendet sich mit seinem Requiem an die Hinterbliebenen, die Hilfe und Trost brauchen, also die, "die da Leid tragen". Somit wird es zu einer Musik für die Lebenden.

Das schwierige Werk wurde lang und intensiv geprobt, die Zuhörer belohnten die gelungene Aufführung mit viel Jubel und Applaus. Vielleicht hat sich so mancher auch getröstet gefühlt.

   
 

Zu Beginn des Abends waren Ulrich König und sein Ensemble Lodron mit Beethovens einzigartigem - im doppelten Sinn, denn es war sein einziges - Violinkonzert zu hören.

Dieses wunderbare Konzert hat der Chor gerne abgewartet, bis er mit dem Requiem beginnen konnte.

.

   
  Die Solisten des Konzertabends
 
Christian Eberl   Susanne Langbein
Christian Eberl, Bass
Mehr ...
Susanne Langbein, Sopran
Mehr ...
Ulrich König Ensemble Lodron Geigerinnen
Ulrich König, Geige
und das Ensemble Lodron
Mehr ...
Zwei Geigerinnen des
Ensemles Lodron
   
 

Inhalt Brahms "Ein Deutsches Requiem" op. 45
nach Worten der heiligen Schrift:

I. Selig sind, die da Leid tragen

Selig sind, die da Leid tragen,
denn sie sollen getröstet werden.

Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
und tragen edlen Samen,
und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben.

II. Denn alles Fleisch, es ist wie Gras

Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.
Das Gras ist verdorret
und die Blume abgefallen.

So seid nun geduldig, liebe Brüder,
bis auf die Zukunft des Herrn.
Siehe, ein Ackermann wartet
auf die köstliche Frucht der Erde
und ist geduldig darüber,
bis er empfahe den Morgenregen und Abendregen.
So seid geduldig.

Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.
Das Gras ist verdorret
und die Blume abgefallen.

Aber des Herren Wort bleibet in Ewigkeit.

Die Erlöseten des Herrn werden wiederkommen,
und gen Zion kommen mit Jauchzen;
Freude, ewige Freude,
wird über ihrem Haupte sein;
Freude und Wonne werden sie ergreifen,
und Schmerz und Seufzen wird weg müssen.

III. Herr, lehre doch mich

Herr, lehre doch mich,
daß ein Ende mit mir haben muß.
und mein Leben ein Ziel hat,
und ich davon muß.
Siehe, meine Tage sind
einer Hand breit vor Dir,
und mein Leben ist wie nichts vor Dir.

Ach wie gar nichts sind alle Menschen,
die doch so sicher leben.
Sie gehen daher wie ein Schemen
und machen ihnen viel vergebliche Unruhe;
sie sammeln und wissen nicht,
wer es kriegen wird.
Nun Herr, wes soll ich mich trösten?

Ich hoffe auf Dich.

Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand
und keine Qual rühret sie an.

IV. Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Herr Zebaoth

Wie lieblich sind Deine Wohnungen,
Herr Zebaoth!
Meine Seele verlanget und sehnet sich
nach den Vorhöfen des Herrn;
Mein Leib und Seele freuen sich
in dem lebendigen Gott.
Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen,
die loben Dich immerdar.

V. Ihr habt nun Traurigkeit

Ihr habt nun Traurigkeit;
aber ich will euch wiedersehen,
und euer Herz soll sich freuen,
und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

Ich will euch trösten,
wie einen seine Mutter tröstet.

Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit
Mühe und Arbeit gehabt
und habe großen Trost gefunden.

VI. Denn wir haben hie keine bleibende Statt

Denn wir haben hie keine bleibende Statt,
sondern die zukünftige suchen wir.

Siehe, ich sage Euch ein Geheimnis:
Wir werden nicht alle entschlafen,
wir werden aber alle verwandelt werden;
und dasselbige plötzlich in einem Augenblick,
zu der Zeit der letzten Posaune.

Denn es wird die Posaune schallen
und die Toten werden auferstehen unverweslich;
und wir werden verwandelt werden.
Dann wird erfüllet werden das Wort,
das geschrieben steht.
Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Tod, wo ist dein Stachel?
Hölle, wo ist dein Sieg?

Herr, Du bist würdig
zu nehmen Preis und Ehre und Kraft,
denn Du hast alle Dinge erschaffen,
und durch Deinen Willen haben sie das Wesen
und sind geschaffen.

VII. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben

Selig sind die Toten,
die in dem Herrn sterben,
von nun an.
Ja, der Geist spricht,
daß sie ruhen von ihrer Arbeit;
denn ihre Werke folgen ihnen nach.

   
  Fotos: Willi Schabmair
 

 

 

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